Abschiedsrede von Renate Weingärtner

Sehr verehrte Damen und Herren,

da ich am längsten hier im OSR tätig war und wohl auch altersmäßig ganz vorne liege, darf ich nun ein paar Abschiedsworte an euch alle richten.

(Im Namen aller ausscheidenden OSR bedanke ich mich ganz herzlich für die lieben, anerkennenden Worte der Stellvertr. OV und der Fraktionen.)

Zunächst möchte ich für uns beide FDP-Mitglieder den Bogen von Washington nach Grötzingen schlagen. Biden wurde gedrängt zum Rücktritt - wir beide gehen freiwillig. In den USA hat dieser Generationswechsel der Demokratie frischen Wind und Hoffnung ermöglicht – wer weiß, was in Grötzingen passiert!!!

Wir schauen jedenfalls mit Zuversicht und Vertrauen in die weitere Arbeit im OSR hier.

Wir haben unsere Tätigkeit unter zwei Ortsvorstehern und einer Ortsvorsteherin ausgeübt, von denen jeder und jede eine individuelle Handschrift hatte.

OV Ruf                      gab fast alle Entscheidungen an den OSR weiter

OV Tritsch                hätte da gerne schon mehr selbst in die Hand genommen

OV Essrich                suchte immer nach verbindlichen Lösungen, und ließ alles sicherheitshalber durch den Zentralen juristischen Dienst abklären.

Was uns aber über all die Jahre verbunden hat, war die Fürsorge für Grötzingen,

die Erhaltung seines Eigenlebens durch seine Kultur, seine Vereine, seine Grötzinger Bürgerinnen und Bürger.

Diese Arbeit an der Basis, also die Graswurzelpolitik, hielt uns zusammen und uns ist es gelungen selbst in Zeiten unterschiedlicher Auffassungen der Themen

fair zu bleiben.

Für wertvoll hielt ich dabei auch Ausflüge, Veranstaltungen, Exkursionen außerhalb der politischen Meinungsbildung, wie z.B. Theaterbesuche,

Betriebsbesichtigungen…Diese lockerten unsere Begegnungen auf und stärkten unseren Teamgeist! Ich schaue auch gerne zurück auf die Zeiten, als wir unsere

OR-Sitzungen noch beim gemeinsamen anschließenden Bierle ausklingen ließen….

Vielleicht könnte man darauf wieder verstärkt achten – denn die Zeiten werden auch für Lokalpolitiker schwieriger.

Auch wenn sich in Grötzingen persönliche Angriffe und Beleidigungen in Grenzen halten, ist doch spürbar, dass man immer mehr Zivilcourage und Standfestigkeit braucht, um dieses Ehrenamt auszuüben.

Daher danke ich euch allen ganz herzlich dafür, dass ihr euch hier im OSR engagiert habt. In Zeiten, in denen sich oftmals kein Elternvertreter in Kiga oder Schule finden lässt, ist das höchst anerkennenswert so viel Lebenszeit und Energie in dieses Amt zu investieren.

Dass es auch Herausforderungen für unsere Partner und Familien darstellt, ist uns allen bekannt. Daher meinen größten Dank dafür an unsere Partner und Angehörigen.

Zum Abschluss noch ein persönlicher Rat an die „Neuen“:

  • Bleibt immer nahe an den Bürgerinnen und Bürgern
  • Unterstützt die Vereine mit ihren Veranstaltungen
  • Trefft eure Entscheidungen nach Sachlage und nicht nur parteipolitisch
  • Ehrt die Altersjubilare durch persönliche Ansprache und Besuch

Sie sind in ihrer Altersweisheit wertvolle Informationsquellen im Ortsgeschehen.

Aaah noch was: Aufgrund meiner Fraktionsstärke durfte ich immer als letzte in der Runde sprechen - das hat mir manchmal - schon ä bissle gestunken  ….. aber meist habe ich dann doch noch etwas gefunden, was die anderen noch nicht gesagt hatten …..

Mit einer guten Nachricht möchte ich meine Ansprache beenden:

Das Schmücken der Blumenkästen am Rathaus mit Tannenzweigen würden Hans Ritzel und ich weiterhin gerne übernehmen – für den Sommerflor fühlen wir uns aber nicht verantwortlich!

Gerne würden wir uns auch mit einem Blumengruß verabschieden:

Es gibt eine gelbe Rose für jeden, die ihr euch bitte entnehmt, wenn ihr nach Hause geht    -  

mit lieben Grüßen
Renate